Dr. rer. nat. Martin Jürgens

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Zu geringes oder zu hohes sexuelles Verlangen

Zu geringes sexuelles Verlangen (Frigidität)

Wenn es körperliche Probleme beim Sex gibt (bei der Frau Lubrikationsstörung, Scheidenkrampf, Schmerzen und beim Mann Erektionsstörung, vorzeitiger Samenerguss), kann das sexuelle Verlangen stark verringert sein. Gibt es diese Störungen, werden häufig bereits Zärtlichkeiten vermieden; aus Angst, dass es dann zum Geschlechtsverkehr kommen könnte.

Doch auch, wenn der Sex körperlich funktioniert, kommt es dazu, dass das sexuelle Verlangen nicht da ist. Diese sogenannte Frigidität kommt häufig bei Frauen, aber auch bei Männern vor. Dies kann bis dahin gehen, dass die Person Angst vor sexuellen Aktivitäten hat (sexuelle Aversion). Auch Ekel vor mit Sex und Körper zusammen hängenden Gerüchen ist häufig zu finden. Neben der Abwehr kann es auch zur Duldung des Sexes kommen: Frauen lassen den Sex über sich ergehen und Männer machen Sex in einer Art "Pflichtprogramm".

Viele Paare kennen es: Zu Beginn einer Beziehung ist das sexuelle Verlangen meist groß. Dann nimmt es immer mehr ab, bis es ganz erlöschen kann. Und auch Ereignisse, wie eine Schwangerschaft oder die Geburt eines Kindes können dazu führen, dass einer der Partner keine Lust mehr auf Sex hat.

In der Sexualtherapie werden die Hintergründe beleuchtet, wieso das sexuelle Verlangen nicht mehr da ist. Auf diese Weise kann das "Feuer" wieder entfacht werden. Dazu bedarf es keiner Aphrodisiaka. Die nachhaltigste Luststeigerung kommt aus dem Paar selbst!

Sexsucht: Nymphomanie und Satyriasis

Für die meisten Menschen gehört Sex zu einem erfüllten Leben dazu. "Guter" Sex ist etwas wundervolles, das das Leben bereichert. Da ist es zu verstehen, wenn es Menschen gibt, die davon gerne viel in ihrem Leben haben möchten. Das ist prinzipiell noch keine Schwierigkeit. Zu einem Problem wird es erst, wenn der eine Partner häufiger möchte als der andere (siehe oben: Frigidität). Diese Lust kann sich steigern, so dass es quasi zu einer "Sexsucht" kommt. Da dafür meist kein geeigneter Partner zur Verfügung steht, wechseln diese Menschen ihre Partner bzw. haben mehrere parallel "am Laufen". Fachlich spricht man hier bei Frauen von der Nymphomanie und bei Männern von Satyriasis, allgemein auch von Sexsucht oder Hypersexualität.

Diese Lebensart, viel Sex zu machen ist für die Menschen zuerst lustvoll und auch erfüllend. Solange verhütet wird (wegen der Ansteckungsgefahr), ist auch aus körperlicher Sicht nichts dagegen einzuwenden. Jedoch können sich diese Menschen ihren sinnlichen Gelüsten quasi ausgeliefert fühlen. Sie wünschen und fürchten den Sex gleichzeitig. Sie merken, dass ihnen irgendetwas fehlt. Bei der Sexsucht kann durch die Quantität die Qualität verloren gehen. Mit anderen Worten: Häufiger Sex kann weniger schön sein als weniger, dafür guter Sex mit einem Partner, mit dem man in Liebe verbunden ist.

Durch eine Sexualtherapie kann der Mensch unterstützt werden, wieder zu einer befriedigenden Sexualität zurück zu kommen, wie häufig und wie intensiv diese dann auch sein mag.

Was können Sie tun?

Zunächst einmal gilt es, körperliche Probleme beim Sex auszuschließen (siehe bei der Frau und beim Mann). Ist dies der Fall müssen die Hintergründe (Konflikte, Probleme, Bedürfnisse) beleuchtet werden. Dabei kann sowohl eine Einzeltherapie sinnvoll sein, wie auch gemeinsam mit dem Partner gearbeitet werden, je nach Problemstellung.

Sollten Sie eines dieser oder ein anderes Problem mit Sex haben, vereinbaren Sie einfach einen Termin per eMail oder unter 0871-4301330. Sie können auch direkt um einen Termin anfragen. Schon Ihre Anfrage unterliegt der Schweigepflicht!

Sollten Ihnen noch etwas unklar sein, so finden Sie hier Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Sexualtherapie bzw. Psychotherapie allgemein, wo Sie auch Ihre eigene Frage stellen können.

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